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Konzert in malerischer Kulisse

© Grafschafter Nachrichten, Juli 2015
Von Monika Neumann 

Konzert in malerischer Kulisse 
Lisa Jacobs und „The String Soloists“ im Klosterinnenhof 

Auch das Wetter spielte hervorragend mit, als die junge niederländische Geigenvirtuosin Lisa Jacobs und das Ensemble „The String Soloists“ am Sonnabend im gut besetzten Innenhof des Klosters auftraten. In Kooperation mit der Stiftung Kloster Frenswegen hatte der Musikschul-Förderverein „pro nota“ zu einem stimmungsvollen Konzert in malerischer Kulisse geladen. 
Die warme Atmosphäre des lauen Sommerabends harmonierte hervorragend mit der Stimmung auf dem Podium: Lisa Jacobs hatte bei ihrem vierten Besuch in Nordhorn eine feine kleine Streichergruppe mitgebracht, die das Orchester für ihre Solokonzerte darstellen sollte. Sie freute sich darüber, dass Emma Roijackers und Tessel Hersbach (Violine), Mattijs Roelen (Viola), Aleksandra Kaspera (Violoncello als Ersatz für den ausgefallenen Cembalisten), Goncalo Silva (Violoncello) und Yussif Barakat (Kontrabass) mit ihr musizierten. In dieser kammermusikalischen Besetzung gelang ihr ein Konzert inniger Feinheit mit reichen Kontrasten und sprühend vor Leben. 
Das Violinkonzert a-Moll BWV 1041 von Johann Sebastian Bach begannen sie locker und luftig. Im Andante schwebte die sanfte Geigenmelodie über dem ruhigen gemeinsamen Atem der Begleiter, bevor attacca das feurig intensive Allegro assai davon preschte. Die solistische Orchesterbesetzung erlaubte der Solistin die feinen Piani in aller Ruhe auszukosten und dann wieder kräftig mit den Mauerseglern um die Wette zu zwitschern. Lisa Jacobs‘ Geige sang über dem Ensemble und war gleichzeitig Teil der kleinen Gruppe, was dem Konzert einen sehr intimen und dicht gewebten Charakter verlieh. 
Geiger Pietro Locatelli (1695 – 1764) komponierte das „Konzert für Violino virtuoso“ D-Dur , op. 3 Nr. 1, das geschrieben wurde, um die beiden „Cappricchio“ genannten Kadenzen zu umrahmen. Das erste Allegro begann mit energisch beschwingtem Einsatz der ganzen Gruppe, aus der sich bald die Sologeige erhob, um in den höchsten Tönen zu tirilieren und in blitzschnellen Trillerfiguren und Akkordbrechungen über das ganze Griffbrett zu sausen. Im ruhig fließenden Mittelsatz bot ein bewegtes Cello Pizzicato (A. Kaspera als Cembalo) einen harmonischen Gegenpol zur verzierten Geigenmelodie. Im Schlusssatz ging dann die Post ab: Zur spritzigen Orchestergrundlage brillierte Lisa Jacobs mit flirrenden Akkordbrechungen in den höchsten Lagen. 
Cantabile“ von Nicolo Paganini erklang als ruhiger Gegenpol, original für Violine und Gitarre, lyrisch und innig, mit rundem Ensembleklang und rührend warmen Melodielinien hoch auf den tiefen Saiten der Geige. 
Felix Mendelssohn Bartholdys erstes Violinkonzert d-Moll , geschrieben mit 13 Jahren, ist ein spielerisches Werk, das die Kunst des großen Meisters vorausahnen lässt: Hier leitete Lisa Jacobs das Orchester mit wenigen klaren Gesten und freundlicher Zugewandtheit, immer locker und gelöst, je virtuoser umso lieber, und alle lyrischen Stellen genießend, sodass große Spannung im abwechslungsreichen ersten Satz entstand. Im sehr schön ruhigen, gesanglichen Mittelsatz unterstützte die sensible Begleitung hauchzarte leuchtende Solokantilenen. Jacobs lebt in ihrer Musik, schien Teil der Musik, gelassen die Ruhe auskostend und die zunehmend kuschelige Atmosphäre im langsam schwindenden Licht bei orangeroter Beleuchtung. Der Schlusssatz bot ein energiesprühendes Feuerwerk an schnellen Läufen mit engem polyphonen Geflecht im Orchester, ein immer lebendigeres Wechselspiel zwischen lyrischen und virtuosen Solophasen und rasanten Themeneinwürfen des Orchesters. 
Mit Piazollas „Libertango“ wurde die Zugabe gleich ins Programm geschrieben und in einer großartig effektvollen Interpretation dargebracht. 
 

Lisa Jacobs